Das Bohnenkraut schmeckt keineswegs nach den grünen Hülsenfrüchten, sondern heisst so, weil es, mit jungen, knackigen Bohnen gekocht, diesen ein einzigartiges, würziges Aroma verleiht und ihren Eigengeschmack hervorhebt.

Botanik

Im Handel unterscheidet man vor allem zwei Bohnenkraut-Arten: das einjährige Sommerbohnenkraut Satureja hortensis und das mehrjährige, winterharte Winter oder Berg-Bohnenkraut Satureja montana. Beide gehören zur Familie der Lippenblütler. Das Sommerbohnenkraut hat weichere Zweige und Blätter, dafür schmecken die etwas ledrigen Blätter des Winterbohnenkrautes intensiver. Das Winterbohnenkraut wird mit 70 cm höher als das Sommerbohnenkraut mit 50 cm.

Ernte und Aufbewahrung

Das würzigste Aroma hat das Bohnenkraut kurz vor der Blüte. Man kann die ganze Saison hindurch einzelne Zweiglein abschneiden. Das Bohnenkraut wird mitgekocht. Es entwickelt auch getrocknet sein volles Aroma. Dazu werden die Zweige gebündelt kopfüber im luftigen Schatten getrocknet, abgerebbelt und in licht- und luftdichten Gefässen aufbewahrt.

Aroma und Geschmack

Bohnenkraut hat ein sehr intensives, würziges Aroma mit pfeffriger Note. Es harmoniert ausser mit Bohnen auch mit anderen Hülsenfrüchten. Es würzt Gemüse, wird auf Pizza gestreut, in Kräuterbutter, Kartoffelsuppe und Fleisch- und Fischgerichten verwendet.

Gesundheitliche Aspekte

Bohnenkraut wirkt als Tee krampflösend, antibakteriell, entzündungshemmend, magenstärkend und appetitanregend.